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20.06.2018

Felix Fritzsch und Cemile Trommer sensationell in den Top10 bei der Marathon-DM in Kirchzarten!

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"Einmal im Jahr gilt es zu zeigen, wo man im nationalen Vergleich steht: Deutsche Meisterschaften! Für die Marathonfraktion im Team war dies der Ansporn zu unzähligen harten Trainingskilometern in den letzten Monaten und der Fixpunkt im Rennkalender. Das Kräftemessen zwischen den Profis der nationalen Spitze und den ambitionierten Amateuren findet dieses Jahr im schönen Schwarzwald beim Black Forest Ultra Bike Marathon statt. Da dort neben den Teilnehmern der Meisterschaften noch knapp 5000 weitere Biker am Start stehen, gilt es durch schnelles Fahren und gute Ergebnisse nicht in der Anonymität der Masse unterzugehen. Zu diesem Zweck macht sich eine kleine aber feine RAPIRO-Fraktion auf ins Mountainbike Mekka Deutschlands, Freiburg im Breisgau.

Nach einem kurzen Streckencheck am Samstag und einer noch viel kürzeren Nacht fällt für die Herren der Startschuss bereits 7:00 Uhr morgens, damit auch noch der Langsamste über die Ultradistanz von 114 km und über 3000 Höhenmetern beim Public Viewing die Auftaktniederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft verfolgen kann. Auf eben jene Ultradistanz begeben sich im orangefarbenen Jersey Felix Fritzsch und Adrian Horchler in der Eliteklasse, Jan Kroupa und Andreas Kramer bei den Masters 1 sowie Sven Pieper bei den Masters 2.

Nach dem ersten Anstieg mit knapp 1000hm und nahezu einer Stunde Fahrzeit, werden die Jungs, die hier noch relativ nah bei einander liegen, in der ersten Feedzone von Viktor Grzebyk mit Nachschub versorgt, bevor dieser sich voll und ganz dem Damenrennen widmet.

Dort fällt schließlich um 7:45 Uhr der Startschuss für die 80 km lange Marathonstrecke mit knapp 2200 Höhenmetern. An der Linie steht ein Damenfeld, so stark wie nie zuvor. Mit dabei sind Sarah Reiners und Cemile Trommer. Nur kurz vor den Damen sind die letzten Starter der Ultradistanz auf die Strecke gegangen. Weil sich das „Ultra“ nur auf die Distanz und nicht auf die Geschwindigkeit bezieht, fährt das geschlossene Damenfeld recht früh im Startberg auf langsamere Fahrer auf, sodass beim Überholen oft Lücken zwischen den Fahrerinnen entstehen. Eine durchaus rennentscheidende Situation lässt sich doch in den folgenden Flachstücken viel Kraft beim Fahren in einer Gruppe sparen. Cemile und Sarah kommen aber gut über den ersten Berg und finden beide einige schnelle Begleiterinnen. Weiterhin bestens von Viktor betreut, fährt Cemile konstant unter den besten Zehn, während auch Sarah noch in Schlagdistanz zu den Top Ten ist. Am Ende finisht sie auf einem starken und im Vorfeld nicht für möglich gehaltenen 12. Platz. Cemile ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit wenigen Minuten im Ziel. Nachdem sie den letzten Berg in Bestzeit hinaufflog, überquert sie auf einem starken sechsten Platz mit nur wenig Rückstand auf die Tagesschnellste Sabine Spitz die Ziellinie in Kirchzarten.

Zu diesem Zeitpunkt nähern sich auch die Herren dem Zielbogen. Nachdem sie in Todtnau noch einmal von Hendrik Epping, der wenig später hinter einigen Nationalfahrern noch starker Sechster auf dem Speed Track wird, versorgt werden, nehmen sie den letzten langen Anstieg des Tages unter die Räder. Felix fährt hier nach zwischenzeitlicher Schwächephase noch auf einen sensationellen 10. Platz vor. Für Adrian, der schon vor dem Start ein wenig kränkelt, ist die letzte Welle des Tages leider einige Höhenmeter zu lang, sodass er noch einige Plätze verliert und auf Platz 34 ins Ziel kommt. Bei den Masters 1 überquert Andreas die Ziellinie wenig später auf Platz 13, dicht gefolgt von Jan auf Platz 16. Einzig bei Sven läuft es nicht richtig rund und er kann die letzten Rennkilometer nur noch im Trainingsmodus, dafür mit reichlich Bananen- und Kuchenstopps absolvieren.

Das ist dann aber auch der einzige Wermutstropfen des Tages, sieht man einmal von mangelnden Trailkilometern ab. Mit dem guten Gefühl, alles gegeben und eine gute Performance abgeliefert zu haben geht es dann wieder auf die Heimreise in den hohen Norden und tiefen Osten Deutschlands. Nur Adrian und Hendrik halten im Basislager Südbaden die Stellung bis zum nächsten Renneinsatz im Schwarzwald."


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